Zukunftszentrum baut Beratung im Oberland aus
14.03.2009 09:00
bis
15.03.2009 13:00
Die Arbeitslosigkeit im Tiroler Oberland ist gestiegen: Der Bezirk Imst verzeichnet im Februar 2009 einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 33,6%. Der Bezirk Landeck zählt um 16,3% und der Bezirk Reutte um 39,8% mehr arbeitslose Menschen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es ist eine Zeit am Arbeitsmarkt, die Selbstbewusstsein und Qualifizierung fordert. Die ArbeitnehmerInnen unterliegen einer großen Verunsicherung am Arbeitsmarkt. Die Medien sprechen von „der Wirtschaftskrise“. Heruntergebrochen auf den Alltag bedeutet dieser Begriff oft Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenzahlen steigern die Verunsicherung der Betroffenen bis zur Existenzangst. „Ich appelliere an die Oberländer Unternehmen, im Notfall die Kurzarbeit einer Kündigung vorzuziehen“, so der Geschäftstellenleiter der AK Imst, Mag. Günter Riezler. Dies bringt zwar finanzielle Einbußen, zerstört aber nicht das Selbstwertgefühl. Zu beobachten ist, dass ArbeitnehmerInnen mit schlechterer Qualifizierung eher von einer Kündigung betroffen sind. "Je besser ausgebildet und selbstbewusst man ist, desto attraktiver bleibt man für den Arbeitmarkt“, erklärt Rietzler weiter. „Heutzutage ist es wichtig, auf sich selbst zu vertrauen. Wer seine Talente kennt, kann diese selbstbewusst und erfolgreich einsetzen“, sagt Mag.a Ursula Rieder-Feldner, Beraterin im Zukunftszentrum Tirol. Während existenziellen Problemsituationen ist das Selbstwertgefühl jedoch oft angekratzt. „Mit unseren Beratungsmethoden können wir Menschen unterstützen, sich ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden und wieder Selbstvertrauen zu gewinnen. Die TeilnehmerInnen entwickeln neue Perspektiven und entdecken neue Optionen“, so Rieder-Feldner. Im Oberland haben zum Beispiel gut 300 Menschen eine Laufbahnberatung in Anspruch genommen. „Sind sich unsere TeilnehmerInnen klar darüber, was sie für den Arbeitsmarkt mitbringen, so kann ein Bildungs- oder Karriereplan erstellt werden“, erläutert Rieder-Feldner. Ein weiteres kostenloses Angebot stellt der ÖZIV SUPPORT (Österreichischer Zivil Invaliden Verband) im Oberland zur Verfügung. Die Unterstützung gilt Menschen mit Körper- und Sinnesbehinderung, sowie chronischer Erkrankung. Im Oberland zählt der Verein über 200 Mitglieder, welche gesundheitlich eingeschränkt aber im arbeitsfähigen Alter sind. „Der ÖZIV gibt Information zu Fragen in den Themenbereichen Recht, Arbeit, technische Hilfsmittel, finanzielle Unterstützung, etc.“, erklärt Karin Neuschmid, Beraterin ÖZIV-Support. Der Stärkentag in der AK Imst, am 14. März 2009, 09 – 13 Uhr Wer einen ersten Schritt in Richtung „selbstbestimmte Zukunft“ gehen will, besucht den Stärkentag in Imst. Hier finden alle Beratung, die sich beruflich weiterentwickeln und ihre Position im Berufsleben finden und festigen wollen! |


