Selbständigkeit fördern. Klarheit gewinnen.
Die Kompetenzwerkstatt unterstützt Jugendliche dabei zu erkennen, was sie können und was sie wollen. In einem stärkenorientierten Prozess, der neun Module und insgesamt zwischen 16 und 20 Stunden umfasst, beschäftigen sich die TeilnehmerInnen mit ihrer Zukunft und lernen, was es heißt, das eigene Leben aktiv gestalten zu können.
Im Gruppenprozess setzen sich junge Menschen intensiv mit ihren Interessen, ihren Stärken, ihren Zielen und schließlich mit ihrer Berufswahl auseinander. Herzstück ist dabei das Praxisprojekt. Hier sammeln Jugendliche wertvolle Erfahrungen, die sie bei ihrer Berufswahlentscheidung nutzen können.
Begleitet werden die Jugendlichen in der Kompetenzwerkstatt von Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind und die die Kompetenzwerkstatt-Schulung für MultiplikatorInnen (siehe Box rechts) am Zukunftszentrum Tirol absolviert haben, oder von ausgebildeten Kompetenzwerkstatt Coaches des Zukunftszentrum Tirol.
Im Einführungsworkshop erfahren die Jugendlichen, wie die Kompetenzwerkstatt funktioniert und welchen Nutzen sie aus der Teilnahme ziehen können.
Die jungen Menschen erkennen, dass hinter ihren Interessen Können steckt, und lernen, wie sie in der Lage sind, dieses Können zu begründen.
Aus ihrem Können und ihren Interessen schließen die TeilnehmerInnen auf ihre wichtigsten Stärken und lernen auch, diese zu argumentieren.
Aus Interessen, Stärken und Können leiten die Jugendlichen die für sie wichtigen Ziele ab und formulieren daraus die Idee für ihre Projektarbeit.
Während der Planung ihrer Projektarbeit sehen sich die TeilnehmerInnen Hindernissen, aber auch unterstützenden Ressourcen gegenüber.
Die Jugendlichen führen das Projekt aus. Sie lernen, ihre Stärken einzusetzen, eigenverantwortlich zu handeln und Fehler als Chancen zu erkennen.
Beim Erfahrungsaustausch erkennen die jungen Menschen, welche Stärken sie differenzieren und ausbauen können, um ihre Ziele zu erreichen.
Die Jugendlichen setzen ihre Stärken in Beziehung zu einem Traumberufsfeld und überlegen konkrete Schritte, um dieses zu erreichen und zu realisieren.
Zum Abschluss reflektieren die Jugendlichen ihren Weg durch die Kompetenzwerkstatt. Sie sind in der Lage, ihre Lernerfahrung darzustellen.
Sie sind jemand, der regelmäßig mit Jugendlichen arbeitet - beispielsweise als LehrerIn, LehrlingsausbildnerIn oder JugendbetreuerIn?
Sie möchten eine Methode kennen lernen, die Jugendliche in ihrer Selbständigkeit und Eigenverantwortung fördert? Sie möchten Ihre Kompetenzen im Bereich Berufs- und Lebensorientierung für SchülerInnen vertiefen und professionalisieren?
Sie möchten ergänzend zu den BO-Unterrichtsmaterialien eine neue stärkenorientierte Methode kennen lernen, welche SchülerInnen in ihrer Selbständigkeit und Eigenverantwortung fördert und eine optimale Ergänzung zum bestehenden BO-Angebot darstellt?
Dann machen Sie sich an fünf Terminen, insgesamt 16 Stunden, mit der Methode der Kompetenzwerkstatt vertraut - so lange dauert die prozessbegleitende Fortbildung zum/r Multiplikator/in am Zukunftszentrum Tirol - und führen Sie junge Menschen durch ein stärkenorientiertes Verfahren.
Bei genügend hohem Interesse finden Kompetenzwerkstatt-Schulungen zum/zur MultiplikatorIn statt.
Außerdem bieten wir für bereits ausgebildete Kompetenzorientierte BeraterInnen spezielle MultiplikatorInnen-Schulungen für die Kompetenzwerkstatt an.
Dann informieren Sie sich.
Kontakt: Elisabeth Geir
E-Mail: elisabeth.geir (AT) zukunftszentrum.at
Tel. 0512/56 18 56-0
Zu zwei Fixterminen im Jahr gibt es die Kompetenzwerkstatt für Jugendliche an mehreren Standorten in Tirol:
Im Sommersemester richten wir uns vor allem an AHS- und BHS-SchülerInnen ab 16 Jahren, die sich auf die Zeit nach der Matura orientieren wollen. Im Wintersemester möchten wir speziell SchülerInnen und Lehrlinge von 14 bis 16 ansprechen, die vor der Entscheidung über ihre weitere Laufbahn stehen.
Die aktuellen Kurse werden von der Arbeiterkammer gefördert. Der Selbstbehalt für die Jugendlichen beläuft
sich auf € 15,-.
Die Kompetenzwerkstatt umfasst 5 Termine zu jeweils 4 Stunden über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen.
Kein heißer Dampf. Die Effekte der Kompetenzwerkstatt sind wissenschaftlich belegt.
Weit über 2000 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren haben die Kompetenzwerkstatt bisher bereits durchgeführt. Nach Abschluss der Kompetenzwerkstatt wurden die Effekte sowie die Bewertungen der AbsolventInnen qualitativ und quantitativ untersucht. Die wissenschaftliche Studie wurde von Dipl. Psych. Claas Triebel und Prof. Dr. Thomas Lang-von Wins durchgeführt.
Die Kompetenzwerkstatt geht aus der vorliegenden Untersuchung als ein Verfahren hervor, das von den Jugendlichen sehr gut angenommen wird und in Hinblick auf die beabsichtigten Ziele als wirksam betrachtet werden kann. Insbesondere sehen die Jugendlichen den Sinn der Kompetenzwerkstatt in der eigenständigen Erarbeitung der eigenen Stärken und der im Zusammenspiel mit dieser Reflexion und der Durchführung eines Projekts geförderten beruflichen Orientierung.
Die Gründe, warum Jugendliche mit der Kompetenzwerkstatt beginnen, sind unterschiedlich. Es zeigt sich jedoch, dass der Wunsch nach beruflicher Orientierung, nach dem Erkennen der eigenen Stärken, sowie nach der persönlichen Weiterentwicklung ganz oben steht.
Als wichtiges Maß für die Zufriedenheit wurden die Jugendlichen gefragt, ob sie die Kompetenzwerkstatt anderen weiter empfehlen würden. Hier stellt sich sehr deutlich heraus, dass die Jugendlichen die Kompetenzwerkstatt offenbar als ausgesprochen Nutzen bringend empfinden und sie deshalb mit übergroßer Mehrheit auch anderen Jugendlichen weiter empfehlen würden.
